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Tiere der Karibik

Tierische Begegnungen

Eine Art von Erlebnissen, die wir viel zu selten beschreiben sind die Begegnungen oder auch die Beobachtung von Tieren. Daher heute mal etwas nur über die Tiere der Karibik.

Wassertiere oder Landtiere, egal was uns begegnet, wir sind nicht sehr zimperlich. Gelb schwarz gestreifte Spinnen, Iguanas (große Echsen) oder grün blaue Kolibris, Rochen, Delfine, Wale. Es gibt jede Menge zu bestaunen.

Einigen Tieren begegnet man gerne. Anderen nicht. Delfine sind immer eine Freude aus der Nähe. Wale sind uns aus der Ferne lieber. Wir haben einen sensationellen Walsprung vor Guadeloupe gesehen und waren heil froh, dass der Prachtkerl – oder das Prachtweib – mit der Schwanzflosse gewunken und abgetaucht ist. Beim Segeln sieht man oft fliegende Fische. Es ist erstaunlich, wie weit sie über das Meer fliegen. Vor Anker sind dann eher springende, also jagende Fische zu sehen. Auch Mooringbälle sind als Fischheim sehr beliebt. Ein kleiner Triggerfisch, der sich ganz sicher war, der Besitzer eines Mooringballs zu sein, hat diesen mit Vehemenz verteidigt, inklusive einem Biss in den Po. Nicht besonders gefährlich. Der tapfere Triggerfisch war ca. 15 cm lang.

Auf Grenada sahen wir jeden Tag eine fette Wasserschildkröte. Und zwar eine ganz bestimmte. Nach einer Weile erkennt man Tiere wie Menschen. Diese jedenfalls hatte einen Biss am Panzer. Das passiert, wenn ein Hai zuschnappt. Sie war eher scheu und wie alle Wasserschildkröten bedeutend schneller als wir. Die coolste Meeresschildkröte fanden wir auf den Tobago Keys. Ich bin sicher sie wollte Holger entführen. Sie ist ihm nicht von der Seite gewichen und als die beiden gemeinsam weit nach draußen geschwommen sind, habe ich meinem Göttergatten einmal kurz per Handzeichen gezeigt, wie weit entfernt er inzwischen vom Boot war. In Les Saints wohnt ein hübsches Exemplar in einem Frack.

Um die ganze Schönheit der Unterwasserwelt zu beschreiben, brauchen wir einen eigenen Artikel. Die Vielfalt der Unterwassertiere in Form und Farbe ich überwältigend. Aber auch in den Urwäldern der Inseln ist viel los. So gibt`s z. B. einige Affenarten. Manche sind sehr neugierig und andere verschwinden, sobald sie ein menschliches Geräusch hören. Diese hier auf dem Bild Selfie: Holger mit Mona Affe, ist weich und vorsichtig. Er krallt sich nicht fest und ist sanft wie ein kleines Küken. Dennoch ein wildes Dschungeltier.

mona monkey

Apropos Küken. So schöne Hähne wie hier muss man erst einmal finden. Bunt, schwarz-weiß gepunktet und immer sehr erhaben wandern sie über Stock und Stein und sind nie der Hahn im Korb, da es so viele Hähne gibt.

hahn

Eine superschöne Landschildkröte bekamen wir von Cyrill in Canouan bekommen und gleich wieder auf Land gesetzt, weil sie gleich mal aufs Boot ge******en hat. Hier in Antigua haben wir bisher nur Landschildkröten in einer Aufzuchtstation gesehen. Freiwillige kümmern sich um die Aufzucht und Hege unterschiedlicher Schildkrötenarten und der letzten heimischen Iguanas, die von invasiven Iguana Arten fast ausgerottet wurden. Die heroischen Helfer freuen sich über jede Spende zur Unterstützung ihrer wertvollen Arbeit – also wer mag, wir vermitteln gerne den Kontakt.

Ausgerechnet in Antigua haben wir noch keine Seeschildkröten gesehen, denn Rike ist zu Besuch und einer Ihrer Wünsche ist es mit einer Meeresschildkröte zu schwimmen.

Eine super interessante Tierart sind die Echsen. In sehr unterschiedlichen Größen. Vom klitzekleinen Gecko – den wir hier an Bord hatten, bis zu einem Meter langen knallgrün oder gestreiften Echsen, die Henri und Hannah als Drachen bezeichnen.

iguana

Schlangen gibt es in der Karibik nur vereinzelt. Von Grenada bis hoch auf die BVI’s eigentlich kaum. Im Wasser natürlich. Aber auch wenn diese Dinger giftig sind, bekommen sie den Mund nicht so weit auf, dass sie einen beißen können.

Und dann Vögel. Es ist erstaunlich wie vielfältig und bunt die Vögel hier sind. Kolibris Fregattvögel und Pelikane sind jeden Tag zu sehen. Auf Barbuda gibt es eine riesige Fregattvogel Kolonie, die unfassbar beeindruckend uns sehr laut ist. Die Balz mittels mit knallrotem aufgeblasenen Hals ist fast schon beängstigend. Pelikane scheren sich übrigens rein gar nicht um uns. Sie fliegen in 2 Meter Entfernung am Schiff vorbei und ignorieren uns komplett. Sie tauchen auch direkt neben uns ins Wasser um einen Happen zu essen.

Sehr glücklich sind wir, wenn wir Rochen sehen. Beim Ankern in Carriacou bin ich ins Wasser gehüpft um zu prüfen, ob der Anker sicher sitzt. Und plötzlich wurde es dunkel über mir. Ich drehte mich um, bekam einen Schreck und einen Hustenfall, weil ein fetter Rochen direkt über meinem Kopf dahinglitt. In Antigua hatten wir dann die Gelegenheit, auf einem Riff gleich mit einer ganzer Rochenfamilie zu schwimmen und sogar zu berühren. Rochen sind wie Oktopusse sehr schlau und unfassbar neugierig. Sie legen sich ohne zu zögern auf ausgebreitete Arme und lassen sich streicheln.

„Schwimmendes Schwein“ muss kein Schimpfwort sein. Die Bahamasinsel Big Major Cay beherbergt rosa oder rosa schwarz gepunkteten Schweine, die sich schwimmend amüsieren und am liebsten Melonen essen und Besucher herum stupsen. Leider muss man die Insel inzwischen meiden, denn jeder bekloppte sogenannte Influenzer rast mit Jetski durch die Gegend, um vor den Tieren zu posen und 50 Selfies zu schießen.

Vermutlich würde ich (würden wir noch auf Land sein) auch über Rehe, Igel, Hirsche oder Rotkehlchen schreiben. Ich denke wir sind Tierliebhaber. /Karin Binz

 

P.S.

Holger und ich wünschen Euch allen ein schönes, gesundes und erfreuliches neues Jahr. Bleibt gesund, genießt das Leben und wir freuen uns, wenn ihr uns weiter auf unserer Reise folgt.

 

5 Kommentare zu „Tiere der Karibik“

  1. Loved your post again 😀. Sounds like you two have a future like Dr Doolittle one day. Just wanted to wish you Botha very happy new year and may 2022 be a wonderful and joyful one! Lots of love from us on cold Buxton xx Jenny & Pete

  2. Liebe Rivercafe Crew
    Herzlichen Dank für die immer pointierten und spannenden Berichte. Immer ein Genuss zu lesen.
    Wir wünschen Euch ein spannendes 2022 mit vielen schönen Begegnungen. Nach 2 Jahre des Wartens legen wir am 5. Januar in Santa Cruz in die Karibik ab. Liebe Grüsse STELLA MARIS Kathi und Jürg

  3. Juergen Cyganek

    Auch wir wollen Euch alles Gute für 2022 wünschen. Nicht ganz ohne Eigennutz (zwinker) weil wir ja “dabei” sein dürfen und immer spannend erzählt bekommen was da draußen so alles passiert. Dann genießt weiterhin die Unbeschwertheit, die ich aus den letzten Berichten für uns heraus gelesen habe. Also auf geht´s zum nächsten Abenteuer – wir können es kaum erwarten.
    Liebe Grüße von Teneriffa
    Jürgen und Angelika

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