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Die Zeit danach – gescheiterte Resozialisierung

Ein normales Leben geht nicht mehr.

Im August 2017 waren wir wieder zurück im Alltag und im Job. Es war aber anders als vorher. Wir fühlten uns viel besser, frischer und hatten endlose Ideen. Wer über den Atlantik gesegelt ist, bleibt gelassen und regt sich nicht mehr über Quatsch auf. Extrem motiviert gingen wir in den frühen Herbst und Winter.

Das Gefühl hielt 6 Monate an. Dann schwappte die Flut aus Banalität und Businessgekaspere über wieder über. Schlechtere Laune, oberflächliche Gespräche, sinnloses Zeug im Alltag. Und wir waren permanent krank, wir waren zuvor nie krank.

Zunehmend wurde ich schlechter gelaunt und genervt und passte mich wieder meinen Mitmenschen an. Wenn du mal erfahren hast, dass ein Problem deine Gesundheit oder Leben kosten kann, dann ist das Problem des Managers mit seiner Web Site kein wirkliches Problem. Das ist einfach nur eine Sache, die geregelt werden muss, Probleme sind was völlig anderes. Hier ist alles so bequem und geregelt, im Tausch dafür muss man funktionieren. Ich bin Fan die Theorie, dass Menschen immer ein gewisses Maß an Problemen brauchen. Wenn es keine gibt, werden welche kreiert.

Das Jahr hatte uns versaut für unsere Welt und ich wollte micht auch gar nicht mehr einlassen. Und ich wollte mich nicht zurück entwickeln. Unsere Gesundheit litt, die physische wie auch die mentale. Welch eine Verschwendung von Leben,

Es gab einen sinnvollen Ausweg: wir müssen wieder los. Wie bei Moitessier: unser logischer Weg. Manchmal fühlst du einfach, dass die eine Sache, eine Entscheidung völlig richtig ist. Keine Zweifel, völlige Klarheit und Erleichterung nach der Erkenntnis. Also: eine neue Reise und raus aus der einlullenden Komfortzone.

In den nächsten Wochen überlegten wir, was wir bei der nächsten Reise besser machen können. So hart wie der erste musste es nicht unbedingt sein. Vor unserem ersten Crossing hatten wir die üblichen Berge von Büchern gelesen und Seminare besucht. Das reichte für 70 %, aber nur die eigene Erfahrung hilft wirklich weiter. Es gab vieles besser zu machen.

Das erste auf unserer Liste war unser Schiff. Unsere 50er aus ostdeutscher Produktion war nicht die Lösung. Wir hatten sie zwar mittlerweile so aufgerüstet dass sie seetauglich war.  Sie passte nicht mehr, auch wenn sie inner noch fast neu war. Wir brauchten eine andere Lösung.

Der zweite Punkt war die Route. Wir sind viel gereist und deshalb war auch das logisch: eine Weltumsegelung. Oder zwei.

Das dritte auf der Liste war die Dauer. Auch da mussten wir nicht diskutieren: open end. Ohne Zeitdruck und nur dem Zeitplan des Wetters.

Alle drei Entscheidungen hätte auch jeder für sich alleine so getroffen. Welch für ein Glück. Es war an der Zeit, die konkreten Planungen zu beginnen. Und welche Zeit ist dazu besser geeignet als der Winter? /HB

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