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Gwada und die Créoles

Die Perlen Guadeloupes

Sie sind ein sehr sympathisches Volk, die Guadeloupianer und Goudeloupeusen. Außer wenn sie Auto fahren. Das ist so eine Art karibischer Kampfsport. Ist der Motor aus, nehmen sie das Messer aus den Zähnen, werden wieder charmant. Und fahren auch mal mit dir, um den unauffindbaren Computerladen zu zeigen. Très sympa.

Es gibt aber zwei Dinge, die für den gemeinen Luxembourger sehr gewöhnungsbedürftig sind. Créole und Créole. Das erste ist die Sprache, das zweite das Essen.

Die Sprache Créole

Créole basiert irgendwie auf Französisch. Aber alles muss abgewürgt werden und in keinem Fall dürfen alle Silben ausgesprochen werden. Eigentlich ist Créole sowas wie Französisch in Lautsprache, minus 50% der Buchstaben. Und unter keinen Umständen mit klarer Aussprache. Wenn man genau hinhört und die Leutchen mal ausnahmsweise etwas langsamer sprechen, kann man grob erahnen um was es geht, z. B. bei den Ortsnamen:

Pointe Noire wird zu: Pwentnwa

Saint Anne zu: Senats’

Guadeloupe ist Gwada

Und das steht dann auch genauso auf den Ortsschilder.

Als ich als Kind Französisch lernte, hätte ich davon geträumt es so zu vereinfachen. Entstanden ist Créole in der Zeit der Sklaverei, als Menschen unterschiedlicher Länder und Sprachen miteinander kommunizieren mussten. Sowas wie der kleinste gemeinsame Nenner.

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Die creolische Küche

La cuisine créole haut uns beide normalerweise nicht aus den Socken. Sie ist sehr gleichförmig und das wird schnell langweilig. Accras mit Crudités – das ist eine Art frittierter Tischtennisball, meist aus Fisch, Scampis oder Huhn –  gibt’s immer. Oft wird auch eine gewöhnungsbedürftige Sauce/Dressing aus viel zu viel Zwiebeln gereicht.

Da wir viel auf der Insel unternehmen, entdecken wir auch unerwartete Überraschungen, z. B. in der Anse Caraibe, südlich von Pointe Noire an der Westseite der Insel. Das “An Ba Rézen La“, dem Restaurant von Léonce. Das heißt auf Créole „Unter dem Baum“. Léonce, ein sehr sympathischer Koch und Gastgeber, baut seine Kräuter, Gewürze und Säfte im eigenen Garten an. Alles easy und relaxt in einer entspannten Bucht, die Kolibris flattern direkt neben dem Tisch, die Pelikane und Fregattvögel fischen im Meer. Merci Léonce, deine créolische Küche ist wirklich köstlich.

Die Perlen der Insel

Von welchen Schönheiten wollen wir noch berichten? Zum Beispiel von Pointe Châteaux, dem östlichsten Ort der Insel, an dem die Nord- und Ostküste zusammenlaufen. Von Norden treffen die Wellen von ihrem langen Weg über den Atlantik auf die Felsen von Guadeloupe und La Desirade, einer vorgelagerten Insel. Ein Naturspektakel. Der kurze Aufstieg zum Kreuz im Osten belohnt mit einem atemberaubenden Blick über ganz Guadeloupe und die Inseln im Süden.

Fast 80 km entfernt, In Basse-Terre – dem westlichen Teil der Insel – liegt der Traum aller Hiker. Ein fantastischer Regenwald in den Bergen. Dort kann man Tage wandern, mit und ohne Wasserfälle, in unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden. Die „Traverse“, eine Straße, läuft hoch über die Berge quer über die Insel. Ein guter Zugang zu den Wanderwegen.

Neben dem Dorf Deshaies, im Norden von Bassse-Terre, liegt nach unserer Meinung einer der schönsten Gärten, der Jardin Botanique Deshaies. Der Komiker Coluche hatte hier sein Haus und wer mag, kann es mieten. Und wenn man schon dort im Norden ist, lohnt sich auch ein etwas wilderer Badestop. Ich finde „Les Perles“ ist der schönste Strand der Insel, und ein bisschen südlicher ist „Grande Anse“ auch ganz schön. Beide Strände können ziemlich wild werden, im Gegensatz zu den geschützten südöstlichen Stränden von St. Anne und St. Francois, die sehr flach und nicht wellig sind.

 

 

 

Und sonst?

Letzte Woche wurden unsere beiden Starterbatterien der Dieselmotoren ausgetauscht und damit ist wieder ein Haken auf der Problemliste erledigt.

Wir werden bis Anfang Mai in und um Guadeloupe bleiben und in dieser Saison nicht weiter nach Norden gehen. Wir haben die Verdreifachung unserer Solar Panel beauftragt und werden ab Mai auch für Watermaker, Waschmaschine und den Tauchkompressor keine externe Energie und erst recht keinen Dieselgenerator mehr brauchen. Unser Independence day. /Holger Binz

2 Kommentare zu „Gwada und die Créoles“

  1. Diesmal klingt es ja wirklich nach Urlaub. Das Essen ist in der Welt da draußen öfters mal gewöhnungsbedürftig und Rundreisen -vor Allem an so einem schönen Flecken- sind ja Bestandteil. Wir selber haben Guadelope vor ein paar Jahren 2 Wochen in einem Baumhaus Urlaub machen können und haben die Insel total lieb gewonnen. So wünschen wir das Euer Independence day möglichst schnell gefeiert werden kann. Viel Spass noch und vielen Dank für die schönen Bilder die wir hier immer wieder mit Genuß anschauen. LG Jürgen und Angelika

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