Dinghi-Dock

St. Vincent nach St. Lucia

Der perfekte Segeltag

Ich kann es kaum glauben, dass wir die Grenadinen schon wieder verlassen haben. Aber die Zeit ist auch für uns leider nicht endlos. Am 22. November müssen wir in Guadeloupe sein, um ein paar Arbeiten am Schiff zu erledigen. Die verbleibenden 200 nm in zwei Wochen sind kein Stressprogramm, aber der Blick auf den Kalender schleicht sich wieder ein. Wir wollen ein paar Tage in St. Lucia verbringen und dann ohne längeren Aufenthalt an Martinique und Dominica vorbei nach Guadeloupe segeln.

Unsere letzten Grenadinen Tage verbrachten wir in Canouan und Bequia (gesprochen Bäk-Wäi). In Canouan`s Sandy Lane atmeten wir noch mal ein bisschen Luxus, der in der Karibik rar ist. 20 nm nördlich, warfen wir anschließend den Anker in Bequia. Die Insel der unglaublich freundlichen Menschen. Ein Tipp für Yachties: der Yacht Chandler in Bequia ist richtig gut, ich fand alles, was es in Grenada nicht gab.

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Sandy Lane in Canouan

In den Grenadinen sahen wir tatsächlich die ersten beiden Kreuzfahrtschiffe, seit unserer Abfahrt in Europa. Die World Navigator und die Seaborn Odyssee. Beides kleine, exklusive Schiffe. Es scheint langsam wieder los zu gehen.

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Bequia Cruiseship und Segler in einer Bucht, Strand von Bequia

Um das bestmögliche Wetterfenster für die Passage nach St. Lucia zu erwischen, stoppten wir noch für eine Nacht bei Young Island, vor der Hauptinsel St. Vincent. Ein netter Ort, aber leider seit kurzem verrufen. Dort wurde ein Katamaran vor Anker gestohlen. Nicht gut fürs Geschäft. Solche Infos verbreiten sich in der Segel Community schneller als Freibier. Folglich war es dort ziemlich leer und auch wir verbrachten den Abend an Bord, statt im köstlichen Restaurant des Young Island Resorts. Schade drum.

Gleich zum Sonnenaufgang um 6.00 h verließen wir dann St. Vincent & the Grenadines und setzen die Segel zum nächsten Ziel St. Lucia. 55 nm und eine Inselpassage lagen vor uns. Es wurde ein großartiger Segel Tag, vermutlich der Schönste auf der Rivercafe.

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Kingstown in St. Vincent bei ruhiger See

Ausnahmsweise stimmte die Wettervorhersage genau. Der Wind war konstant wie noch nie bei angenehmen 4-5 Bft., zwischen 12 und 20 kn. Es ist einfach schön, wenn die Wettervorhersage stimmt und man nicht ständig die Segel ein- oder ausreffen muss. Ganz im Gegensatz zu der unangenehm kurzen  3-4 m Welle am Vortag, hatten wir angenehm lange Wellen knapp über einem Meter. Eine Freude, wenn man sich einen Kaffee holt und die Tasse ist am Ruderstand immer noch voll ist.

Auf dem Weg nach Norden fiel uns auf, dass wir seit einem über einem halben Jahr keine Delfine mehr gesehen haben. Die Südkaribik ist fest in der Hand Flosse der Schildkröten. Als Hobby-Meeresbiologe habe ich die Vermutung, das vielleicht das Meer zu warm ist. 29 Grad Wassertemperatur in Grenada und St. Vincent sind schon nahem am Teebeutel. (ok, ich bin Tee-Banause).

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Links: St. Lucia, Pitons, Rechts: Marigot Bay

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Wieder ein neuer Mitbewohner: der mutige Jimmy

Starkwind zerreisst unsere Flagge

Erstmalig in der Saison segelten wir volles Tuch, also Großsegel und Genua ohne Reff. Ich bin mir sicher, dass sich auch die Rivercafe freute. Nach 9 Stunden bogen wir dann in die Marigot Bay ab, einer unserer liebsten Orte in der Karibik. Hier verweilen wir nun ein paar Tage. Wir müssen ein paar Arbeitstage einlegen, denn unsere Kunden haben Bedarf und Ka hat neue Projekte für ihr Yachtdesign. Ich kann mir aber keinen angenehmeren Ort dafür vorstellen.  Und wenn wir eckige Augen haben, freut sich die Rivercafe immer über ein paar erledigte Arbeiten. Es wird uns aber auch noch Zeit bleiben ein Auto zu mieten und Zeit in St. Lucia zu verbringen. Ich habe gehört, es soll schon Weihnachtsdekoration geben. / Holger Binz

2 Kommentare zu „St. Vincent nach St. Lucia“

  1. Heute liest sich euer Bericht wie ein Reisemagazin, alles stimmt; Vorhersagen, Wind und fliegende Besucher. Die Weihnachtsdeko wird hier auf der Insel auch schon kräftig angebracht. Wir wünschen euch noch viele viele solcher Segeltage wie beschrieben.
    liebe Grüße

    aus dem – in das Paradies
    Jürgen und Angelika

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